Aufgrund seiner fast 39- jährigen Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Zürich und
seine vielseitige praktische Arbeit gilt Willy Guhl als einer der wichtigsten Pioniere
des Industriedesigns in der Schweiz.
Nachdem er sich in den 40er Jahren als Möbelschreiner etabliert hatte, wandte er sich
seit seiner Teilnahme am Wettwerb „Low-Cost Furniture Design“ immer stärker dem
Produktdesign für die industrielle Massenfertigung zu.
Um ergonomisch geformte Liegeschalen zu entwickeln, experimentierte er mit Abgüssen
des menschlichen Körpers. Diese entwickelte er weiter und schuf durch den für den
Möbelbau ungewöhnlichen Einsatz eines neuartigen Faserzements der Firma Eternit
einen bis heute reproduzierten Klassiker - den Strandstuhl von 1955.
Mit seiner eleganten Endlosschleife gelang ihm ein minimalistischer |
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Coup, der diesem
absolut wetterfesten Sessel die Ausstrahlung einer abstrakten Skulptur verleiht. Mit diesem Entwurf, aber auch mit anderen Designs wie einem spindelförmigen
Standascher und einem Hocker, die Willy Guhl mit dem Werkstoff Eternit fertigte, wurde
er zu einem Wegbereiter der Paket- oder Mitnahmemöbel.
Sein Ruhm als Exponent des eidgenössischen Neofunktionalismus machte ihn weit über
die Grenzen der Schweiz hinaus zu einem Idol für Generationen von Studenten des
Industrie-, Produkt- und Möbeldesigns.
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