Lutz Hünings Design ist ein prägnanter Beleg dafür, dass Minimalismus keineswegs
kalt und unwohnlich sein muss. Vielmehr strahlen seine klar konturierten Möbel und
Objekte Harmonie und Ruhe aus, Werte, die in diesen hektischen Zeiten immer
seltener zu finden sind.
Der gelernte Tischler und studierte Architekt kann sein Lieblings-material Holz durch
diese doppelte Ausbildung besonders kompetent be- und verarbeiten.
Seine Regale,
Tische und Kastenmöbel zeichnen sich durch exzellente handwerkliche Qualität und
rationelle Funktionalität aus, ausgewogene Proportionen und geschickt eingesetzte
Farben lassen das geschulte Auge des Architekten erkennen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Arbeit ist die Flexibilität vieler seiner Entwürfe.
So kann man die unterschiedlich großen Elemente seines Regalsystems auf den an der
Wand fixierten Hängeleisten hin- und herschieben oder zu immer neuen Gruppierungen
umhängen. Auch sein ganz simpel ‚Drei Kisten‘ betiteltes Set von gleich |
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großen, jedoch
jeweils an drei unterschiedlichen Seiten offenenModulen, läßt sich in vielfältigen
Varianten aufstellen und kann darüber hinaus, ganz nach Wunsch, einzeln als Hocker,
Beistelltisch oder Container Verwendung finden.
Der Klarheit der Formen setzt Lutz Hüning bei diesen Entwürfen kontrapunktisch ein
Spiel der Oberflächen und Farben entgegen: Elemente aus Holz mit seinen geäderten
und verästelten Strukturen akzentuiert er mit farbigen, seidenmatt lackierten Partien
zu abwechslungsreichen Kompositionen.
Ein weiteres Farbspiel erreicht er durch die
unterschiedliche Behandlung des Holzes, zum Beispiel durch die Kombination von geölter
und geräucherter Eiche.
Lutz Hüning, der bereits Ende der neunziger Jahre Mitarbeiter im Atelier des britischen
Bildhauers Tony Cragg war, scheut auch Kooperationen mit anderen Designern nicht.
So entstand 2009 exklusiv für die Galerie eine Serie von Tischen, die er in Zusammenarbeit
mit dem Polen Oskar Zieta entwarf.
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