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Die Inspiration zu einem außergewöhnlichen Projekt - und einem singulären Design - kam dem Polen Oskar Zieta buchstäblich über Nacht. Gerade aufgewacht, stellte sich ihm ganz plötzlich die Frage, ob man Stahl aufblasen könne, eine Aufgabe, der er sich in der Folgezeit intensiv widmete. Dank seines technischen Wissens, dass er sich bei seinen Architekturstudien in Stettin und Zürich erwarb und dass er mit einem Aufbaustudium in Computer Aided Architectural Design, kurz CAAD genannt, erweiterte, konnte er diese Herausforderung bewältigen.

In wissenschaftlicher Forschungsarbeit entwickelte er ein Verfahren, durch extremen Innen- Hochdruck zwei an den Rändern verschweißte, 0,8 mm starke ST3- Stahlbleche so zu verformen, dass sich die Oberflächen sanft wölben.

 

Sein als FIDU- Technologie eingetragenes Patent ermöglicht so ein völlig neues Design von Metallmöbeln, das tatsächlich den Eindruck vermittelt, seine Objekte wären wie Schwimmringe aufgeblasen. Oskar Zietas Stühle, Hocker und Bänke wirken weich und

 

einladend, sie sind extrem belastbar, dabei trotzdem leicht und außerdem auch noch bequem.

Die besondere Aufmerksamkeit, die er dem Finish seiner Rohlinge schenkt, generiert völlig unter- schiedliche ästhetische Wirkungen: Seine farbig glanz- emaillierten dreibeinigen Hocker ‚Plopp‘ haben z. B. eine beschwingt- naive Ausstrahlung, während das gleiche Design mit einer matten, goldfarbenen Teflon- Beschichtung edel und luxuriös wirkt. Auch seinen Stuhl ‚Chippensteel‘gibt es in verschiedenen Varianten - ganz cool in spiegelartig reflektierendem Inox oder im Industrial- Look in lediglich klarlackiertem Stahl, der die Spuren des Herstellungsprozesses sichtbar werden lässt.

Durch die Verbindung von technologischem Know- How, der Lust am Experiment und einer überquellenden Imaginationskraft gelingt es dem jungen Polen, ein Design zu kreieren, dass sich scheinbar ganz selbstverständlich aus dem Material heraus entwickelt. Als ‚Ingenieur-Designer‘ pflegt Oskar Zieta eine Treue zum Werkstoff, die auch die Design- Legenden Jean Prouvé, Serge Mouille und Mathieu Matégot auszeichnete. Und ebenso wie diese Heroen der Innovation bewahrt auch er sich trotz seines rationalen Erfindungsgeistes einen Hang zu sinnlichem Design.